Rückweg durch die dänische Südsee: Ebeltoft – Samsø – Middelfart – Sønderborg
Seit wir den Limfjord hinter uns ließen, waren die Zeiten des weitgehenden Hochdruckeinflusses vorbei. Der tägliche Blick auf die Großwetterlage mündete immer öfter in der einen Frage: welche Route wählen wir für den weiteren Rückweg in den Jadebusen? Beim Anlegen an der Bootstankstelle in Ebeltoft unter kräftigen Böen halfen uns ein Einhandsegler sowie eine Seglerin, welche mit einer Gefährtin in einem 20-Fuß-Holzboot unterwegs Richtung Hamburg war. Im Gespräch mit ihnen versuchten wir Antworten auf die Frage zu finden. Ballen an der Ostküste von Samsø wäre das naheliegende erste Ziel gewesen. Wegen des vorherrschenden kräftigen Südwinds war es aber nicht komfortabel erreichbar. Am Ende folgten wir der Planung des Einhandseglers, Kolby Kås an der Westküste von Samsø anzulaufen. In der Folge sollte es dann über Middelfart in Richtung Als Fjord und Sønderborg gehen. Hierbei war es von vornherein klar, dass wir recht häufig Teilstücke unter Maschinenunterstützung fahren mussten, um unser Zeitfenster für die Rückreise einzuhalten.
6. September 2026: Ebeltoft – Kolby Kås (Samsø)
Abfahrt 13:02 Uhr, Ankunft 20:43 Uhr.
27,4 sm (18,9 sm unter Segeln, 8,5 sm unter Motor).

Für die Lankenau war der Schlag im zweiten Reff am Wind gut machbar. Die beiden Frauen meisterten ihn auf ihrem 20-Fuß-Holzboot. Als wir sie überholten, sahen wir, wie sie den Ritt auf den Wellen in der kleinen Plicht beeindruckend vollzogen.
7. September 2026: Samsø – Anker vor Middelfart
Abfahrt 09:29 Uhr, Ankunft 19:34 Uhr.
40,7 sm (4,7 sm unter Segeln, 35,9 sm unter Motor).

Am nächsten Tag steuerten wir den Kleinen Belt an. Wie schon so oft setzte der Strom dort genau entgegengesetzt der aufgrund Wetterlage erwarteten Richtung. So brauchten wir für die Passage gefühlt ewig mit zum Teil über 2 Knoten Strom gegenan. Zu guter Letzt erreichten wir den uns bereits aus vorherigen Törns bekannten Gamborg Fjord südlich von Middelfart. Auf 2,20 m Wassertiefe mit Kiel auf 1,50 m ließen wir gegenüber der gleichnamigen Stadt den Anker fallen. Die Ruhe tat gut. Ankern war auf diesem Törn bisher eindeutig zu kurz gekommen.
8. September 2026: Middelfart – Sønderborg
Abfahrt 08:30 Uhr, Ankunft 16:29 Uhr.
38,6 sm (0,9 sm unter Segeln, 37,7 sm unter Motor).

Große Teile dieser letzten Etappe in dänischen Gewässern liefen im Regen. Da unser Kartenplotter sich über ein iPad bedienen lässt und auch der NAC-3-Autopilot über eine Bluetooth-Fernsteuerung verfügt, entfiel das stundenlange Verharren in der Nässe. Das letzte Stück durch den Als Sund war bei aufgezogenen Wolken recht idyllisch. In Sønderborg machten wir nördlich der Klappbrücke vor dem Kulturzentrum längsseits fest und füllten unsere Vorräte für die verbleibende Strecke zurück in den Jadebusen auf. Die Weiterfahrt sollte am Folgetag mit der ersten Brückenöffnung um 06:45 Uhr beginnen.










