31. August 2026: Vrångö – Vinga
Abfahrt Vrångö 12:15 Uhr, Ankunft Vinga 14:29 Uhr.
Gesamt 7,4 sm (6,8 sm unter Segeln, 0,5 sm unter Motor).

Auf Empfehlung eines netten älteren schwedischen Ehepaars wählten wir Vinga als Absprung für den Rückweg. Wetter und Webcam passten: im kleinen Naturhafen war noch Platz. Die Ansteuerung ist eng und abenteuerlich. Man liegt geschützt zwischen den beiden Inselteilen, die aus Leuchtturm, Funkanlagen und ein paar Häusern bestehen.
Vinga ist die westlichste Schäre vor Göteborg, Naturreservat und klassische Ansteuerungsbake für den Göta-älv-Eingang. Der heutige Turm stammt von 1890, daneben steht die rote Båk. Hier wuchs Evert Taube auf, Schriftsteller und Visendichter, als sein Vater Fyrmeister auf der Insel war. Er hat Vinga später als das Erste und das Letzte beschrieben, was man von Schweden sieht, wenn man nach Westen geht. Mehr zur Insel steht auf vinga.nu.
Zum Sonnenuntergang kam ein modernes Lotsenboot an den Steg. Die Besatzung tauschte die Flagge am Mast, bevor sie den Dienst zwischen Reede und Göteborg aufnahm – ein stilles, sehr schwedisches Ritual am Rand der Schären. Danach gingen wir über die Insel. Sonnenschein und dunkle Wolken wechselten sich ab, dazwischen ein kräftiger Schauer; danach lag die Sonne wieder auf nassen Steinen. Die Gegend ist rau, Fels und Wind, nichts Weiches. Die Häuser werden von einem Verein instand gehalten; wer Mitglied ist, darf sie für den Urlaub nutzen. Zwischen Båk, nassem Granit und dem letzten Licht lag Vinga genau so, wie man sich eine Absprunginsel vorstellt: klein, windoffen und ganz aufs Meer ausgerichtet.









