Von Venø bis Nykøbing: drei Begegnungen
Jeder Segeltörn lebt von den Begegnungen mit Menschen. Ob kurzer Austausch oder ein längeres gemütliches Beisammensein – sie bleiben in Erinnerung.
Auf Venø fielen uns bereits beim Anlegen in dem kleinen idyllischen Hafen die beiden gemütlich in warme Decken eingemummelten Camperinnen inklusive dreier Hunde auf, die uns interessiert beim Anlegemanöver beobachteten.

Agnes und Barbara haben denselben Sinn für Idylle und Ruhe wie wir. Zu Agnes gehört der Hund Käthe, Barbara hütet die Hunde Viitor und Chewbacca – und das war sofort ein Anker zwischen uns. Wir sind aus derselben Generation und haben die Star-Wars-Trilogie damals als Teenie erlebt. An dem lauschigen Abend hatte Agnes Geburtstag. Ich spielte auf dem Akkordeon unter anderem „Lili Marleen“, „Für Dich soll’s rote Rosen regnen“ und einige Seemannsstücke, und natürlich auch „Happy Birthday“. Laut Agnes war es ein wunderbarer Geburtstagsabend. Barbara haben wir ein sehr feines Video von uns und der Lankenau bei der Abfahrt zu verdanken.

„Ein cooles Boot habt Ihr!“, schallte uns mit leichtem Schweizer Dialekt entgegen, als wir am Ende unserer Inselwanderung den Ort Venøby erreichten. Währenddessen streunte Monti durch die idyllischen Büsche. Monti ist eine Katze und gehört neben Reto und Sabine zum Blog living-in-a-box.ch, einem schweizerischen Vanlife-Reisemagazin. Reto ist ein sehr offenherziger Zeitgenosse, sehr interessiert für die Dinge und teilt viele unserer Interessen. Am Tag unserer Abfahrt hat er aufgrund seiner Erfahrungen mit dem Segeln eine exklusive Lankenau-Führung von innen erhalten. Reto hatte sich schon von der äußeren Betrachtung her so seine Gedanken gemacht, wie sie wohl von innen aussieht – dass es eventuell recht dunkel unter Deck ist. Wir konnten ihn mit dem Salon überraschen, der aufgrund der enormen Breite der Lankenau von 4,07 m sehr geräumig und dank dreier Luken sowie dreier in der Decke eingebauten Prismen, die das Licht streuen, alles andere als dunkel ist. Was sein Wohnmobil mehr an Stehhöhe hat, hat die Lankenau mehr an Breite.

Oft sind es aber auch die Gespräche am Steg, welche sich als wertvoll erweisen. So sprach mich Georg beim Wassertanken in Nykøbing an. Georg ist Eigner einer wunderbaren sehr langfahrtauglichen Aluminium-Yacht. Seine perfektionierte Ausstattung an Deck war sehr beeindruckend – insbesondere auch im Hinblick auf Sicherheit. Als Liegeplatzinhaber im Revier gab er uns für unser weiteres Routing den Geheimtipp eines Stopps auf der Insel Livø. Ihm haben wir dadurch zwei sehr schöne idyllische Tage auf dieser geschichtsträchtigen Insel nördlich von Fur zu verdanken.

